Teil eines Werkes 
3. Bd. (1875)
Entstehung
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als müſſe Gott ein Wunder thun, um meine Ver⸗ bindung mit der Geliebten möglich zu machen. Aber ſtatt deſſen reckte er ſeine Hand über uns aus und verwirrte uns, daß wir uns ſelbſt ſchlugen.“

Wieder trat eine längere Pauſe ein, in der Timo⸗ theus Kraft zu einem letzten Bekenntniß zu ſammeln ſchien.

„Mein Verhältniß zu der Geliebten war verborgen geblieben. Mit politiſchen Angelegenheiten beſchäftigt, beargwöhnte der Vater unſern Verkehr nicht. Er nahm mich für einen phantaſtiſchen Schwärmer, den er zu gelegener Zeit auch einmal für ſeine politiſchen Zwecke ausnützen könnte, und ſah der Tochter die geiſtliche Laune— wie er ſpottete— nach. An der Mutter hätten wir eine Freundin und Beratherin ge⸗ habt, und wie Vieles wäre anders gekommen, wenn wir ihr vertraut! Aber ſie war eine zu reine und kindliche Natur, als daß wir, im geheimen Bewußtſein unſerer Schuld, uns ihr zu nahen gewagt. Schon daß unſere Liebe die Dunkelheit aufſuchte, hätte uns über ihre Verwerflichkeit aufklären ſollen. Da ſchien es der Geliebten plötzlich, als habe der Vater Kunde von unſern Beziehungen erhalten. Sie drang in mich, durch einen entſchiedenen Schritt aller Ungewißheit

ein Ende zu machen. An dieſer Stelle ſchüttelte mich