Teil eines Werkes 
3. Bd. (1875)
Entstehung
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dann eigenem Verdienſt und eigener Arbeit zu verdan⸗ ken, was ich jetzt, wie ich wohl merkte, nur der Gunſt und Großmuth meiner Beſchützer verdankte. Ich Un⸗ ſeliger! Im Dienſte Gottes verfolgte ich nur meinen irdiſchen Vortheil; ich predigte ſein heiliges Wort, ich that Gutes in ſeinem Namen, ich ſuchte die in Genuß⸗ ſucht erſchlafften und auf der Jagd nach dem Mam⸗ mon erſtarrten Herzen wieder durch den Hinblick auf die unſichtbare Welt und die Unendlichkeit zu läutern und zu beſeelen... ach, habe Erbarmen mit mir, ewige Güte! Auf meinem Schmerzenslager habe ich erkannt, daß all mein Thun nicht den Ruhm Gottes, noch die Ausbreitung ſeines Reiches bezweckte, ſondern die Folge einer ſchuldvollen Liebe und eines maßloſen Ehrgei⸗ zes war.“ Erſſhöpft hielt er inne, von Seufzern und Stöh⸗ nen unterbrochen, die ihm ſein körperliches Leiden und ſeine Gewiſſensqual zugleich erpreßten.

Ellen, die bisher theilnahmlos zugehört, wendete ihm voll ihr Geſicht zu, half ihm in eine beſſere Lage, ſchob die Lampe noch mehr beiſeite— Alles mit jener Stille und jenem ſeraphiſchen Ausdruck, die nicht von dieſer Welt zu ſein ſchienen. Dann ſaß ſie wieder er⸗ wartungsvoll an ſeinem Bette nieder und nahm ſeine

heiße Hand in die ihre.

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