Zuweilen glitt ein zufriedenes Lächeln über ſeine Züge.
„Wenigſtens an Raum für den Flügelſchlag einer ſchönen Seele wird es Irenen hier nicht fehlen“, dachte er.
Und als er aus einem Fenſter des oberen Ge⸗ ſtocks in den Garten hinabſchaute und kein Ende der Baumgänge abſah, nickte er ſich ſelbſt gleichſam Bei⸗ fall über die gute Wahl zu, die er für ſein Lieblings⸗ kind getroffen hatte.
„Ein herrliches Beſitzthum, Herr Greif“, erklärte er beim Hinabſteigen nach den Zimmern im Erdge⸗ ſchoß,„und ich würde es Ihnen nie verzeihen, wenn Sie es verkaufen ſollten. Ein ſolches, vom Vater auf den Sohn ſich vererbendes, liebevoll gepflegtes, nach Umſtänden verbeſſertes und ausgebautes Haus gibt dem Beſitzer eine würdige Freiheit, eine ruhige Sicherheit. Wo iſt da noch ein Unterſchied zwiſchen dem ehrliebenden, wackeren Bürgerthum und dem höch⸗ ſten Adel? Mein Haus iſt meine Burg, ſagt der Bürger wie der Edelmann; der eine wie der andere, beide blicken ſie auf eine Reihe trefflicher Vorfahren zurück und halten die alten Erinnerungen, die Erbſtücke ihres Geſchlechts, in Ehren. Das Unglück unſerer Zeit iſt nicht die Herrſchaft des Bürgerthums, ſondern ſeine Zerſetzung, das amerikaniſche Weſen, das immer weiter


