Teil eines Werkes 
2. Bd. (1875)
Entstehung
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Fritz erröthete wie ein eben zur Jungfrau erblüh⸗

tes Mädchen, deſſen Schönheit man lobt. „Ein ſchlichter Handwerker... Wäre ich von

Jugend auf bei der Kunſt geblieben, hätte etwas

Rechtes lernen und mich entwickeln können, ſo würde ich es vielleicht zu etwas gebracht haben. So werde ich im beſten Falle ein geſchickter Drechsler. Jede Kunſt hat eine Seite, die nur mechaniſch und durch beſtändige Hantierung gelernt werden kann. Die vor⸗ nehmen Leute meinen freilich, es käme allein auf Nei⸗ gung und Inſpiration an. Umgekehrt, die Handgriffe ſind das wichtigſte Rüſtzeug, und wer die Zeit verpaßt hat, ſie zu lernen und zu üben, wird ihrer niemals in jedem Sinne Herr.“

„Sie haben früher in der Fabrik des Herrn Greif gearbeitet? Sie kennen Herrn Bruno Greif?“

Die Frage geſchah in einem angelegentlicheren Ton, in einem ſchnelleren Tempo, als die Gräfin ſie bisher, ihres Leidens wegen, gethan hatte.

„Mit Herrn Bruno Greif bin ich zuſammen auf⸗ gewachſen“, antwortete Fritz.„Er iſt einige Jahre älter als ich; jetzt darf ich mich nicht mehr rühmen, ihn zu kennen.“

„Iſt er ſo ſtolz?“

„Arbeiter und Fabrikherr paſſen nicht zuſammen,

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