„Nur der Communiſtenſtaat iſt. Komme zum Ziel!“
„Wir ſind dabei. Sitze geſtern, wie Sie an die⸗
ſem, ſo an dem Hoffenſter, den Jungen meines Freun⸗ des auf den Knieen. Die Frau iſt eine feine Wäſcherin und plättet und fältelt die Oberhemden des Geiſtlichen drüben. Er heißt Timotheus Theodor Eyſſenhart; in der ganzen Umgegend aber nennen ſie ihn den heiligen Johannes. Mir war das Geſchwätz der guten Frau,
die mir auch ſchon von dem Pfaffengift angeſteckt zu
ſein ſchien, läſtig, doch mußte ich aushalten, der Ka⸗ merad war noch nicht heimgekehrt. Ich freute mich indeſſen, als ich hörte, daß der heilige Mann wegen unerlaubter Ausübung geiſtlicher Verrichtungen und der Austheilung des Abendmahls mit Geldſtrafen be⸗ legt worden ſei. Dazu iſt der Staat gut, die Pfaffen zu drängen und zu züchtigen. So ſtarre ich denn nichts denkend nach den dunklen verhängten Fenſtern des Saales hinüber. In dem Hauſe war nichts zu hören als Kindergeſchrei und Weiberſtimmen. Die Männer waren noch alle in den Fabriken oder auf ihren Bauten. Plötzlich wird's drüben hell, ein greller Schein fällt über den Hof, mir gerade ins Geſicht. Iſt heute Andachtsübung bei Herrn Eyſſenhart, ſagt die Frau, und ſie ſtecken den Kronleuchter an. Nein, das


