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„Du kommſt von meiner Mutter!“ rief Clara, in der eine fürchterliche Ahnung zur Gewißheit ſich wan⸗ delte, und ſank zu ihren Füßen nieder.
„Armes Kind!“ entgegnete Ellen und breitete ihre Arme aus, um ſie darin zu empfangen.
„Ach“, ſchrie das unglückliche Mädchen auf,„ſie
iſt todt! Dein Geſicht ſagt es!“
Ohnmächtig lag ſie auf dem Teppich des Fuß⸗ bodens.
Unter die Zuſchauer dieſes erſchütternden Auf⸗ tritts, die bisher wie erſtarrt dageſtanden, kam jetzt Bewegung; Jeder ſuchte der Beſinnungsloſen Hülfe zu leiſten und durch dieſe Thätigkeit, ſo gering⸗ fügig ſie war, ſich von dem unheimlichen Banne zu befreien, der alle zu umfaſſen drohte.
Auf den Rath des Arztes trug man Clara aus dem heißen Saal in ein kühles Nebenzimmer. Als ſie die Augen aufſchlug, fand ſie ſich in dem Lehnſeſſel des pompejaniſchen Gemaches wieder, in dem Martin Greif geſtorben. Während Ellen, der Arzt und Benno um die Leidende beſchäftigt waren, ſtürmte Bruno wie ein Verzweifelnder umher. Der Gegenſatz ſeines Feſtes, des blumengeſchmückten Mädchens zu der in einſamer Kammer ſterbenden alten Frau, die mit verlöſchendem Blick die Tochter ſuchte und nicht fand... die


