Teil eines Werkes 
1. Bd. (1875)
Entstehung
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Selbſtſucht und unſere Habgier als die Schönheit an⸗ zuklagen. In den Satyrn, Faunen und Centauren, welche die Nymphen verfolgen und miteinander um den Beſitz der ſchönſten ringen, wohnt das Dämoniſche, nicht in den Nymphen.

Und trachtet die Schönheit nicht ihrerſeits nach Geld oder Herrſchaft? Iſt doch nicht mehr bedürfniß⸗ los wie im goldenen Zeitalter. Was koſtet nicht allein die Toilette! Wenn unſere reizende Künſtlerin ſich mit dem einfachen Coſtüm der drei Göttinnen am Fuß des Ida begnügen ſollte!

Ja, ja, lachte Dora.Die Putzſucht verdirbt

die Tugend. Sind Sie nun zufrieden, Ungeheuer?

Die Einen wollen kaufen, die Andern müſſen verkaufen, daher ein ewiger Krieg, der bald mit Liſt, bald mit Gewalt geführt wird.

Aber die wahre Schönheit, entgegnete Bruno, wo im ſchönen Körper die ſchöne Seele wohnt, läßt ſich nicht erkaufen. Und ſie ſelbſt verlangt auch weder nach Macht noch nach Reichthum oder nach unſerer Verehrung. Denn ohne Anſtrengung fällt ihr, wo ſie erſcheint, die Herrſchaft, ohne Streit der Sieg zu.

Idealiſtiſche Anſchauungen, die in der Kunſt ihre Wahrheit haben, nicht im Leben, behauptete der hartnäckige Schmettow.Wie ſagen wir alle mit

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