oft, wenn Martin Greif nur mit ſeiner Tochter und ſeinem Sohn geſpeiſt, ebenſo wie Miß Ellen ihren Platz an dieſem Tiſch gehabt hatte.
Mit kluger Vorſicht hatte Bruno ihr überdies ihre Nachbarn ausgewählt: Benno, der durch ſeine Erzählung ihre Schickſale kannte und ſie ſo vor jeder vorlauten Aeußerung eines Andern zu ſchützen ver⸗ mochte, während er ſelbſt aus Mitgefühl für ihre
Lage ihr doppelt rückſichtsvoll begegnete, und den
Profeſſor, der durch ſeine Beredtſamkeit ihre Schweig⸗ ſamkeit verdeckte.
Die Kenntniß der engliſchen Sprache, die ſie ſich im Umgang mit Ellen erworben, die zaghafte Anmuth, mit der ſie ſich darin ausdrückte, als ſie dem Profeſſor auf eine ſcherzhafte Frage Antwort gab, erhöhte ſie in den Augen der Geſellſchaft und beſtärkte ihr Selbſtvertrauen.
Eine ihm ſonſt fremde Znrückhaltung den Damen gegenüber bewies heute Schmettow; es ſchien, als ob der Feinſchmecker und Weinkenner in ihm jede Regung der Galanterie zurückgedrängt habe. Oder wußte er ſich von Bruno beobachtet, der ihm eine heftigere Leidenſchaft für Clara andichtete?
Mit Unrecht, denn wenn ihm auch das ſchöne Mädchen gefiel und ſeine Sinnlichkeit reizte, zunächſt


