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Städten, auch wenn ſie den Namen einer herzoglichen Reſidenz tragen. Wenn die Hauptſtadt viel Geiſt und viel Leben verbraucht, ſtrömt ſie auch unermeßlichen Lebensſtoff aus. Und was meine Landſchaftsſtudien betrifft, ſo haſt Du mir verſprochen...“
„Dich je nach Deiner Laune allein mit Kiefern und Eichen, mit Wieſe und Fluß zu laſſen. Aber Du ſiehſt, eine dürftige Schönheit!“
„Aſchenbrödel mit einem Glorienſchein! Die Herr⸗ lichkeiten der Schweiz und des Salzkammerguts ſind ſo oft gemalt worden, daß es mich gelüſtet, mich ein⸗
mal an der Wiedergabe der Armuth zu verſuchen.
Das iſt das Schwerſte in der Kunſt, denkſt Du, und ich bin ein Stümper. Indeſſen mich unterhält's und die Andern kümmern ſich nicht darum.“
Der Freund widerſprach und hob hervor, wie ſelbſt berühmte Meiſter die jüngſt ausgeſtellten Bilder Benno's gelobt und nicht nur die tiefe und ergreifende Herbſtſtimmung, die aus beiden Landſchaften den Be⸗ ſchauer angeweht, ſondern auch die kräftige und glänzende Technik als vielverheißen de Zeichen ſeines Talents anerkannt hätten.
„Laß gut ſein, Bruno“, entgegnete der andere. „Zum Künſtler muß man geboren ſein; ich bin es aus Ueberdruß geworden, weil ich mich in jeder andern
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