Teil eines Werkes 
1. Bd. (1875)
Entstehung
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Reichthum gibt ſich. Der unerwartete, ſchnelle Tod Deines Vaters, der Dich aus heiteren und ſorgenloſen Verhältniſſen herausriß; die ungewohnte Laſt von Pflichten und Geſchäften, die Dir aufgeladen wurde, während Du noch eine Reihe von Jahren frei zum Lernen und zum Genießen vor Dir zu haben wähnteſt: dies Alles klingt noch trüb und ſchwer in Dir nach.

Möchteſt Du Recht haben! Nie bin ich mir ſo nichtig vorgekommen, als ſeit ich Herr eines un⸗ geheuren Vermögens bin⸗ Wozu bin ich da? Was

kann, was ſoll ich thun?

Zuerſt und zuletzt: Deine Pflicht. Mehr als

Erfüllung des kategoriſchen Imperativs kann Niemand

von Dir fordern.

Und was iſt Pflicht? Aber vergib, meine nächſte Pflicht iſt, Dich zu unterhalten, dem willkommenſten Gaſte der freundlichſte Wirth zu ſein. Noch einmal Dank, daß Du gekommen, daß Du Dich von Bergen und Seen auf meine Bitte losgeriſſen haſt und in die lärmende, tobende Stadt, in unſere arme märkiſche

Landſchaft geeilt biſt. Seit vielen Tagen der erſte

Wunſch, der mir zur Wirklichkeit geworden. Umgekehrt wäre ich Dir zum Danke verpflichtet,

daß Du mich meiner Einſamkeit und meiner Faulheit

entführt. Man wird ſtumpf und altmodiſch in kleinen

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