Teil eines Werkes 
5. Bd. (1873)
Entstehung
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ſchnöder Selbſtſucht hingeben, haltet feſt am Vaterlande, treu wie bisher. Dem einigen, dem unzertrennlichen, dem freien deutſchen Volke galt unſer Streben, ihm ſoll es gelten, bis die Hoffnung Erfüllung geworden.

Und ſehen wir Alten nicht mehr das neue Reich, Ihr,

meine Kinder, werdet es ſehen, mit Luſt und Stolz es ſehen, denn Ihr habt es erkämpfen helfen. Der Gewaltige, der uns zerſchmettert, hat wider ſeinen Willen uns zum Bewußtſein unſeres Werthes aufge⸗ ſchreckt. In der Nacht hat uns der Hölle Fürſt über⸗ fallen, aber er hat vergeſſen, daß ſeine Fackel nicht nur ihm zum Siege, ſondern uns auch zur Erkenntniß leuchten mußte. In unſern Niederlagen haben wir uns als ein Volk erkennen lernen; Preußens und Oeſterreichs Trennung und Eiferſucht waren die Sproſ⸗ ſen der Leiter, auf der er zu Ruhm und Gewalt emporklomm. Jetzt hat Lucifer ſeine Aufgabe erfüllt; ein ewiges Licht hat er den Deutſchen angezündet, welch Loos ihrer von Frankreich wartet, welche Strafe ihrer Zwietracht folgt. Sein Blick hat Dich, mein Sohn, hat uns alle wie der Blick der Schickſalsmacht getroffen; ihn anſchauend ſind wir aus Träumern und Müßiggängern zu Männern geworden, welche fort und fort der Stachel treiben wird, bis wir eines großen Staates freie Bürger geworden ſind. So,

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