Fibern mit dem Boden der Heimat verwachſen ſind, wie mächtig der Odem des Vaterlandes auch ihn beſeelt. Noch iſt die Zeit der Prüfungen, die Oeſterreich und Deutſchland beſchieden ſind, nicht vorüber, aber an Magdalenens Seite wird er ſie rühmlich beſtehen helfen. Schöne, herrliche Tage, voll eines zauberiſchen, unfaß⸗ baren Glücks, ſind für ihn unwiderbringlich dahin. Aber wer ginge durch das Leben ohne Verluſt und ohne Verwundung! Die Betrachtung des eigenen wie des fremden Daſeins, die ſtille Beobachtung der Natur, beide lehren daſſelbe: Entſagung. Mitten im reichſten Segen, wo die Früchte von den Bäumen geſammelt, die Trauben von den Weinſtöcken gebrochen werden, weht von dem Himmel, athmet aus der Erde das Herbſtgefühl uns an. Je tiefer du es im eigenen Herzen empfindeſt, deſto ſicherer biſt du deines wahren Glückes, deſto geſtählter für alle Aufgaben in der Arbeit des Lebens.
„Großes und Schweres“, ſagt der Graf, ſein Glas erhebend,„haben wir durchgemacht, das Größte und Schwerſte ſteht uns noch bevor. Durch viel Leid ſind wir geſchritten, aber jedes hat unſere Kraft geſtärkt. Als wir ganz niedergeworfen ſchienen, haben wir den herrlichen Sieg bei Aspern gewonnen. So laßt uns nicht verzweifeln, uns nicht träger Genußſucht und


