erſte Erſtaunen und die tiefſte Aufregung zu erſparen, hatte der Arzt die entſcheidende Zuſammenkunft in ſeiner Wohnung angeſetzt. Ohne Bedenken würde Athenais zu ihm kommen, für jeden Nothfall ſeine Hülfe unmittelbar bereit ſein.
Es war am Morgen des bedeutſamen Tages. Der Graf hatte, während Magdalene ſich noch kaum den Armen des Schlafes entwunden, Egbert zu einem frühen Spaziergang entführt. Unter den Kaſtanienbäumen des Tuileriengartens gingen ſie auf und nieder. Zu dieſer Stunde war weithin kein Menſch zu gewahren, kein Schritt zu vernehmen.
Ein eigenthümliches Silbergrau bedeckte den Him⸗
mel, als ob es einen regneriſchen Tag geben ſollte. Hin und her, von den Zweigen auf den Raſen und von dem Raſen wieder hinauf zu ihren Neſtern flogen ängſtlichen Fluges die Vögel.
Trotz ihrer Anſtrengungen— zuweilen ſchoß es wie ein verlorener goldener Pfeil durch die Wolken— ver⸗ mochte die Sonne nicht ſiegreich den Rebeldunſ zu durchbrechen.
„So kämpft der Wille des Guten gegen die träge Gemeinheit der Welt“, ſagte Egbert unwillkürlich.
„Ja“, entgegnete der Graf,„wir ſind auf Erden eben nur Kämpfer, nicht Sieger. Und wie oft müſſen
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