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Sieg herübergeführt. Daß die bairiſchen Soldaten mit fliegenden Fahnen übergehen würden, war ein Wahn. In Franken und Heſſen dagegen blickten Bürger und Bauern ſehnſüchtig nach Böhmen, denn in dieſen Landſchaften war die Napoleoniſche Herrſchaft verhaßt, hier wären die Oeſterreicher als Befreier be⸗ grüßt worden. Aber ſie kamen nicht. Starr und düſter ſah man ſtatt ihrer die Franzoſen unter Davouſt und Oudinot in Gewaltmärſchen nach Regensburg und nach der Donau eilen. Zu ihnen ſtießen die Truppen der Rheinbundsfürſten. Es war wieder wie zu der Römer Zeit, wo deutſche Fürſten im Solde des Auguſtus gegen den Befreier des Vaterlandes auf offenem Gefilde kämpften und in nächtlicher Verſchwörung ihn er⸗ mordeten.
Im öſterreichiſchen Hauptquartier hatte man ſich endlich entſchloſſen, Unvereinbares zu vereinen. Während zwei Corps des Heeres in Böhmen blieben, um bei günſtiger Gelegenheit nach Norden oder Weſten vorzu⸗ brechen, ward die Hauptmacht zur Donau geführt. Am neunten April begann ſie den Krieg. Zwiſchen Schär⸗ ding, Mühlheim und Braunau überſchritten die Oeſter⸗ reicher den Inn und rückten in Baiern ein. Das Schickſal des Baiernkönigs Max Joſeph war an das Napoleon's gebunden. War er doch König von des
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