254 um noch an ihrem Gewande zu ordnen, das Stirnband in ihren Haaren ein wenig anders zu rücken.
Der beſſere Theil ihres Selbſt weilte ſchon in dem Rauſch und der Herrlichkeit des Feſtes.
Schweigend hatte Egbert vor ihr geſtanden. Das war nicht mehr ſeine Göttin vom Traunſee. Ein ſo eitles, ganz der Luſt und der Sorge für ſeine Schön⸗ heit hingegebenes Geſchöpf! Ein bitteres Gefühl über die Schwäche des Weibes ergriff ihn. Darum, als jetzt eine Pauſe eingetreten war und ſie ihn erwartungs⸗ voll anſah, ſeines Abſchieds gewärtig, vergaß er ſich und rief: 4
„Antoinette!“.
Der Vorwurf, die Klage, die Verbitterung hatten ihm den Ausruf erpreßt. 1 Von ihrem Spiegel that ſie ihm einen Schritt
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entgegen. Es war etwas Glühendes und Funkelndes um ſie. „Herr Heimwald“, ſagte ſie ſtolz,„ich glaube nicht, daß Sie mir im Namen meines Oheims eine Rede halten wollen. Sie haben zu viel Taktgefühl dazu. Wenn Ihnen mein Dank für all die Dienſte, die Sie mir erwieſen haben, zu karg erſcheint, ſo wiſſen Sie wohl, daß die rechte Belohnung Ihrer in Wien harrt. Eben bei dem Grafen Wolfsegg. Ich möchte, da ich


