Teil eines Werkes 
3. Bd. (1873)
Entstehung
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ihren pelzbeſetzten Röckchen; ſie ſpielen mit ihren Ham⸗ pelmännern oder treiben Reifen vor ſich her, die einen allein, die andern an der Hand ihrer Wärterinnen. Glückliche, harmloſe Kindheit, die nichts von der Re⸗ volution weiß und den ängſtlichen kaiſerlichen Märchen⸗ traum noch nicht träumt, vielleicht niemals träumen wird!

Geputzte Damen wandeln vorüber, in Begleitung junger Stutzer mit hohen Vatermördern, wie ſie in England Mode geworden tootz der Feindſchaft gegen die Engländer und der Continentalſperre ahmen die Männer, ſoviel ſie können, die engliſche Tracht nach und halten ſich engliſche Pferde und alter Gecken. Sie plaudern vom Theater, von Talma's Spiel und den Keckheiten der Mademoiſelle Mars, die ſich Alles er⸗ lauben darf, da ſie den Schlüſſel zu einem gewiſſen Schlafzimmer beſitzt. Dann kichern die Damen, und die Herren laſſen ihre Blicke ſeitwärts ſchweifen. Von der Chronik des Geſtern wendet man ſich dem Morgen zu. Für einen der nächſten Tage iſt eine neue Tragö⸗ die angekündigt, einHector von Luce de Lancival. Schon im voraus ſpöttelt man darüber.

Die Kritiker werden ihn im Staube herumſchlei⸗ fen, wie Achill die Leiche Hektor's, heißt es.

Ein Anderer behauptet, das Trauerſpiel ſei ganz

griechiſch und ganz aus Homer genommen. 9