Teil eines Werkes 
3. Bd. (1873)
Entstehung
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Hoffnungen der Jugend und des Volkes ihm die ſchätz⸗ barſten Einblicke gewährte.

Schon damals war der Graf Metternich jeder Volksbewegung ein Feind, und er würde nicht wie der Graf Stadion, die öſterreichiſche Ariſtokratie und die von Bonaparte und den Rheinbundsfürſten beraubte und zertretene Reichsritterſchaft das Geſchick des Staa⸗ tes und vielleicht der Dynaſtie an eine Erhebung des Volkes in Waffen geknüpft haben; allein er war ein zu treuer Diener ſeines Herrn, um die Politik, die man in der Hofburg gewählt, nicht zu vertreten. Rech⸗

nete man einmal bei dem bevorſtehenden Kriege gegen

Napoleon auf einen Aufſtand in Tirol und Vorarl⸗ berg, in Schwaben und Heſſen, auf ein preußiſches Bündniß, ſo mußte es dem öſterreichiſchen Geſandten in Paris werth und erwünſcht ſein, ſtatt aus officiellen, hell oder ſchwarz malenden Depeſchen, von einem harm⸗ loſen, viel mehr romantiſchen als politiſchen Reiſenden die Wahrheit zu erfahren, nicht wie man ſich in der Staatskanzlei den Sturm des Volkes vorſtellte, nein, wie das Volk ſelbſt ihn auszuführen gedachte. Eine tiefe Gährung in der Landbevölkerung in dem ganzen ſalzburgiſchen Gebiet, den Ingrimm und die Wuth der Heſſen gegen den ihnen aufgedrungenen König Hierony⸗ mus ſchilderte Egbert.