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Kaiſer aufgeworfen. Für Alle hat er den Willen und den Gedanken; er ſättigt ſie mit Gold und Ehren, er ſchafft ihnen Arbeit und ergötzt ſie durch koſtbare Schau⸗ ſpiele; um den Preis, daß ſie ihm dienen, mögen ſich die Franzoſen die Weltgebieter nennen. Iſt er Frank⸗ reichs Ruhm und Sonne oder ſein Verhängniß, wer will es ſagen? Noch umflammt der Glanz und Zauber der Unbeſiegbarkeit ſein Haupt. Die Völker des Feſt⸗ landes huldigen ihm; eben iſt er dabei, die beiden, die ihm noch zu widerſtehen wagen, zu züchtigen. Im ra⸗ ſchen Siegeslaufe hat er die Spanier auseinanderge⸗ jagt; jetzt iſt er in Burgos, jetzt reitet er durch den Paß von Somo⸗Sierra, dieſe Thermopylen Spaniens, denen nur die Spartaner fehlten; jetzt zieht ſein Heer in Madrid ein; in weniger als vier Wochen iſt der Feldzug geendigt. Lachend nehmen es die Pariſer hin; ſie ſind an dies Blitzgefunkel gewöhnt, und das Aben⸗ teuerlichſte iſt ihnen ſchon zum Wahrſcheinlichſten ge⸗ worden. In dieſen Tagen, erzählt man ſich, iſt der Marſchall Soult mit dem Löwengeſicht bei der Arbeit, die Engländer in den atlantiſchen Ocean zu werfen. Es iſt im Januar des Jahres 1809. In un⸗ unterbrochener Folge drängen ſich Feſte, Bälle, Ver⸗ gnügungen in der glänzenden Stadt. Der Kaiſer kargt nicht mit dem Geld des Staates oder mit der Sieges⸗
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