—„
.
11
Farbe, die, wenn es ein Abendſonnenſtrahl traf, wie Bronze ſchimmerte, noch um ſo anziehender: eine Erſchei⸗ nung, an der Niemand vorüberging, ohne ſich noch ein⸗ mal nach ihr umzuſehen.
„Nichts für ungut, Herr Ritter Zambelli“, rief Puchheim und ergriff die dargebotene Rechte des jungen Mannes, ihm jedes Wort abſchneidend.„Im Kriege wie im Spiele iſt das Glück eine wetterwendiſche Dirne, heute mir, morgen Dir! Sie werden mir's heimzahlen, Sie werden!“
„Entſchiede im Kampfe nur die Geſchicklichkeit,“ entgegnete mit höflichem Verneigen rings in die Runde der Angeredete,„ſo würde ich mich wohl gehütet haben, mit dem Baron von Puchheim um die Wette zu jagen. Daß Sie von uns Beiden der beſſere— wie ſag' ich nur?— ein Centaur ohnegleichen ſind, wußte ich längſt, nun habe ich zu meiner Beſchämung auch erfahren, daß Sie trefflichere Pferde haben als ich.“
Der junge Mann hatte in tadelloſem Deutſch, wenn auch mit einem unverkennbaren wälſchen Anklang ge⸗ ſprochen, mit einer tiefen, angenehmen Stimme.
Während die Aufmerkſamkeit Aller auf ihn ge⸗ wendet war und ſeine Bemerkung über Puchheim's Pferde hier Zuſtimmung, dort Widerſpruch fand und bald ein lebhaftes Geſpräch über einen Gegenſtand her⸗


