325— Peermanns, Müllers und Schwankes Frau kamen in's Spinnhaus nach Hamburg.
Am 21. Mai 1699, einem ſchönen Frühlings⸗ morgen, wurde der Spruch des Gerichts Angeſichts einer zahlloſen Menge Menſchen vollſtreckt.
Schwanke und Schwarz waren verurtheilt, mit eiſernen Keulen zerſchlagen zu werden, Peer⸗ mann wurde gehenkt, Pante und Kramer in Er⸗ wägung früherer wackerer Kriegsdienſte mit dem Schwerte vom Leben zum Tode gebracht.
Sie ſtarben Alle muthig und als bußfertige und reuige Sünder, und Anton Schwarz hielt vor ſeiner Hinrichtung noch eine bewegliche Rede an's Volk, es ermahnend, an ihm ein Beiſpiel zu neh⸗ men, die Sünde zu fliehen und für ſein ſe ges—
Ende zu beten.
Doch ſollte die Exekution nicht ount ein ent⸗ ſetzliches Aergerniß für die ganze Chriſtenheit ab. gehen. Auch der Jude Jonas Meyer w Strange verurtheilt und wurde mit binansgefahren. Schon unterwegs hatte er durch läſterliche Reden den neben ihm ſitzenden Peermann ſo ſehr in ſeinen Todesbetrachtungen geſtört, daß er auf einen andern Wagen gebracht werden mußte. Wie unzugänglich


