ihres hartnäckigen Widerſtandes in das Dickicht ſchleppten. Meine unerwartete Ankunft hatte ſie in die Flucht getrieben.— Nicht ſobald ſah ſich das
hübſche Zigeunermädchen von ihren Peinigern be⸗
freit, als ſie ſich vor mir niederwarf, mich als ihren Retter pries und mir ihren Dank in den feurigſten Ausdrücken ſtammelte. Dieſes Abenteuer kam mir ſehr erwünſcht; das Mädchen führte mich zu dem Lager der Ihrigen; dieſe lagen in einem verſteckten Felſenthale, und waren 50 bis 60 an der Zahl, die ſich alle um ein hell aufflackerndes Feuer herumge⸗ lagert hatten. Die Zigeuner nahmen mich ſehr gaſtfreundlich auf, ich blieb die Nacht bei ihnen, ſchlief an der Seite des Zigeunermädchens und am andern Morgen füͤhrte ſie mich auf die Straße. Als ſie unter Thränen und Küſſen von mir Abſchied nahm, erbat ſie ſich nur noch die Erlaubniß, mir aus der Hand wahrſagen zu dürfen. Ich reichte ihr meine Hand hin, aber nachdem ſie eine Zeitlang
in den Linien deſſelben geleſen hatte, ſchüttelte ſie
traurig mit dem Kopfe und wollte mir durchaus nicht erklären, was darin ſtände. Endlich zwang ich ſie dazu und da ſagte ſie mir denn: ich werde ein angeſehener gefürchteter Mann werden, aßr


