Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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nen und irrten umher, ohne zu wiſſen, wo ſie befanden, noch wo ſie ſich hin⸗ wenden ſollten. Sie ſchlugen daher auf gutes Glück den erſten beſten Weg ein, endlich einmal mußte er ſie doch zu den Wohnungen von Menſchen führen.

Die beiden Reiſenden ſelber waren ein Paar verwegene Geſtalten; der ältere ſtand in den drei⸗ ßiger Jahren, der Andere zählte höchſtens fünfund⸗ zwanzig. Sie ritten zwei Pferde, die ale Augen⸗ blicke ſtrauchelten oder vor den Blitzen vor Schreck ſich in die Höhe bäumten und vor Ermattung kaum

mehr fort konnten. Das Gewitter hatte endlich nachgelaſſen, doch floß noch der Regen in Strömen. Endlich ließ auch dieſer etwas nach; da gewahrten ſie zu iorer großen Freude in der Ferne(etwa eine gute halbe Stunde entfernt) ein einſames Licht blinken. Die⸗ ſes verhieß ihnen ein ſchützendes Obdach und neuer Muth durchſtrömte ihre Adern. 8 Plötzlich rief eine donnernde Stimme: Hant und dieſes Schreckenswort hallte dumpf tönend im Walde wieder, begleitet von einem Schuß. Die beiden Reiſenden fuhren zuſammen, er vor Schreck und Furcht, als vor. Ueber ſch