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wenn ſich die Elemente verſchworen bätten zum Untergange der Gegend, wo ſie tobten.
Der Sturm heulte ſo fürchterlich in den Wipfeln
der Bäume des Waldes, daß deren Stämme hin und her gebeugt wurden, wie ſchwaches Rohr; hier und da brachen ſie zuſammen oder hob ihr Erbſeind ſie mit ſammt den Wurzeln aus dem ſichern Boden, der ſie hundert Jahre und länger ſchützend feſtge⸗
halten hatte.
Wehe dem Wanderer, der in dieſer grauſigen Gewitternacht noch im Freien war, ſein Leben 3 ſchwebte bei jedem Schritte in neuer Gefahr, und er hatte von Glück zu ſagen, wenn es ihm endlich noch gelang, nach langem Umhexirren endlich, ganz durchnäßt und ermattet, ein ſchützendes Obdach zu innden. Aber nicht ſelten wurde ihm dieſes noch geefährlicher als das Unwetter ſelbſt, vor dem er ſich zu retten ſuchte, denn überall hielten ſich in
damaliger Zeit Räuberbanden auf und namentlich
dienten ihnen die Schenken zu Schlupfwinkeln. Es war in der Gegend von Schleiz, wo zwei
Wanderer in dieſem Unwetter noch im Freien ſich reiben nubie. Sie hatten des Weges ver⸗
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