Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Mariane ſo hieß ſie war immer heiter, voll guter Einfälle, ſehr klug, eine vortreffliche Köchin und ſo aufmerkſam auf ihres Philipps lei⸗ ſeſte Wünſche, daß er ſelbſt nun ſehr davor bangte, ſich von ihr verlaſſen zu ſehen, wenn ſie, was wohl nicht leicht verhütet werden konnte, den Schleier ſeines innern Lebens lüfte und in dem Geliebten einen Verbrecher erblicke.

Mariane fragte den Gelicbten nich, warum er, ſtatt ſeine Reiſe nach der oldenburgiſchen Grenze fortzuſetzen, ſtatt dort in einem Städichen einen an⸗ genehmen Aufenthalt ſich zu wählen, hier in einem abgelegenen, armſeligen Wirthshauſe verweile, warum Philipp ſo oft mit Leuten von verdächtigem Ausſehen im geheimen Verkehre ſei. Sie ſchien nichts zu beachten, fur nichts Sinn zu haben, als für ihr Streben, dem Geliebten, ſo viel ihr mög⸗ lich war, das Lebe ner in die Roſenfarbe des Frohſinns, der Zufried nheit, einer ungetrübten Ruhe mit weicher Hand zu kleiden.

Täglich ließ ſie das Beſte, was man in weiter Umgebung an Wein und Lebensmitteln finden konnte, durch eigene Boten herbeiſchaffen, bereitete leckere Gerichte und bot alle ihre gute Laune, alle ihres liebenden Gemüthes auf, das größten