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Ich vertraute ihnen meine Liebe zu Förtens Nichte und die Bewerbungen des Antwerpners. Die Hitz⸗
köpfe, dem hochmüthigen Fremdlinge das ſchöne,
reiche Maͤdchen nicht gönnend, fachten die Flamme meiner Leidenſchaft immer verderblicher an. Ich und mein Nebenbuhler geriethen in einem Caffee⸗ hauſe an einander. Der Streit entzündete ſich auf's Heftigſte. Wir gingen mit zahlreicher Begleitung in den Garten, zwei Offtziere reichten uns ihre Degen und ſchon im erſten Gange röchelte mein Gegner ſein Leben im ſtrömenden Herzblute aus. Die Geſetze gegen das Duell ſind im Olden⸗ burgiſchen äußerſt ſtreng. Der Tod auf dem Blut⸗ gerüſte oder lebenslängliches Gefängniß wäre mein Loos geweſen. Vom Kampfplatze floh ich über die Grenze und bezog ein Stübchen in einem Dorf⸗
wirthshauſe. Meine Freunde hatten mir über die
Leiche hin die Hand zum Schwure gereicht, das Möglichſte für mich zu thun. Schon kamen einige zu mir mit einer bedeutenden Summe in Gold und mit jenen Papieren, welche mich als wandernden Schloſſergeſellen bezeichnen und meine Wanderung ſichern. Sie übergaben mir ein Billet von Forten, worin er mir feierlich verſprach, dunh ſenne n Ein⸗


