7
laſſen, den die Bosheit der Menſchen von dem
ſchönſten Höhepunkte eines tugendhaften, friede⸗
vollen und beglückten Lebens hinabgeſtoßen in die grauenvolle Tiefe des Haſſes, der Rachſucht und der Raſerei, und von dem Satan beim Schopfe gefaßt, den gräßlichen Schwur jetzt that, die Tu⸗ gend, die Menſchlichkeit von ſich zu ſchütteln und nur der Befriedigung roher Lüſte, dem Raube und dem Morde mit allen ſchönen Kräften ſeines reich ausgeſtatteten Geiſtes und Körpers anzugehören, Aus ſeiner Taſche zog er einen Beutel hervor, worinnen blankes Gold glänzte, und die Schwere und Größe der Börſe verriethen einen ſolchen reichen Inhalt, daß er gewiß lange davon hätte anſtändig leben können, wenigſtens ſo lange, bis er ſich einen paſſenden Nahrungszweig errungen.
Aber mit Verachtung blickte er auf das ſchön⸗ und viele Gold.„Verdammtes Sündengeld, das mir meine Schmach abkaufen und mein zerriſſenes Herz heilen ſollte, dich mag ich nicht, du brennſt mir wie glühendes Feuer in den Händen! Hinweg
mit dir, damit dich nie mehr meine Augen ſehen.
Und mit dieſen Worten ſchleuderte er die gold gefüͤllte Börſe in den an dem Wege vorbeifließenden Bach.
„Ja, Gold,“ ſagte er dann wieder,„nach habe ich wohl einen brennenden Durſt, aber


