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will ich mich rächen, niemanden will ich mehr ſchonen, Mord und Raub ſollen nun meine Begleiter ſein und Furcht und Entſetzen vor mir hergehen. Ja, es iſt feſt beſchloſſen, ich werde ein Räuber, und nicht umſonſt habe ich in meiner Jugend alle Die⸗ beskniffe und Raubgeſchicklichkeiten gelernt, ich werde ſie nun brauchen können; das Schickſal hat mich einmal dazu beſtimmt, und Niemand kann ſeinem unnen! Wohlan, ich nehme den Fehde⸗ handſchuh des Schickſals auf; wie es mich von meiner Geburt an ſchon hilflos in die Welt geſtoßen und mit Unglück verfolgt hat, will ich Tauſende, und wen nur mein Arm zu erreichen vermag, auch unglücklich machen, ſie ihrer Habe berauben und hilflos in die Welt verſtoßen. Kein Erbarmen und Mitleid ſoll meine Seele mehr kennen, das ſind nur alberne Herzenskitzelungen, und Schwachheiten, deren ſich ein richtiger Mann ſchämen muß, Tugend
und Ehrbarkeit ſind nur leere Truggebilde, eitle Hirngeſpinſte von Thoren, die es im Leben nie zu etwas Ordentlichem bringen werden!“
K So ſprach er noch lange vor ſich hin und be⸗ träftigte ſich immer mehr in ſeinem einmal gefaßten
8 Enſchluſe ein Räuber zu werden.
Er war ein unglücklicher, mit der Welt zer⸗ allener unger Phann. den ſein üüer Engel
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