gab er ich, durch den ſtarken Blutverluſt erſchoͤpft, mit Ruhe ſeinem Verhaͤngniß. Zwar verharrten die Uebrigen, als ihnen die
Ausſage ihres Kameraden vorgeleſen ward, noch
einige Zeit auf ihrem hartnaͤckigen Leugnen; end⸗ lich aber verließ ſie die Hoffnung, durch fortgeſetz⸗ tes Verhehlen der Wahrheit ihrem Schickſal eine guͤnſtige Wendung zu geben, und mit allen Um⸗ ſtaͤnden geſtanden ſie die That.
Ihre aufrichtige Reue ſtimmte die Richter zu einem milden Bericht an den Koͤnig; ihre Verthei⸗ diger ſuchten Alles hervor, um ſie vom Tode zu retten, aber vergebens; es konnte nicht ſeyn. Das Verbrechen forderte des Beiſpiels wegen ſtrenge Ahndung und nach Verlauf von zwei Jahren ver⸗ ſoͤhnten ſie durch ihren Tod die Muiiſchen mit ſich und ihrem Frevel.
Bis zum letzten Lebenshauche hingen ſie mit bruͤderlicher Zaͤrtlichkeit an einander, ſie hoͤrten mit Faſſung das Todesurtheil und bereiteten ſich auf den ſchweren letzten Gang mit ſo unverkennbarem frommen Sinn, daß jeder dieſe Opfer der Leiden⸗ ſchaftlichkeit innig betrauerte. Bei ihrer Hinrich⸗ tung ward ihnen, durch die Vorkehrung der mil⸗


