Franz den heißgeliebten Bruder, und wie der Schiffbruͤchige ſich an die ſchroffe Klippe klammert, ſo umſchlang er die einzige Stuͤtze, welche ihm das grauſame Geſchick ließ, und langverhaltene Thraͤnen
entſtuͤrzten den entzuͤndeten Augen, und miſchten
ſich mit denen, welche der wuͤthende Schmerz dem rauhen Seemann Paul entpreßte.
Traurige Feſttage verlebten die beiden Bruͤder, noch bitterer gemacht durch die Erzaͤhlung Fran⸗ zens, wer ihnen die Mutter geraubt. Ein grollen⸗ der Menſchenhaß erkaltete jedes warme Gefuͤhl in Pauls Herzen und die drei hoͤchſten Guͤter des
Kenſchen, Glaube, Liebe und Hoffnung warf e er in tuͤckiſchem Groll von ſich.
Als am letzten Weihnachttage die irdiſchen Reſte der zaͤrtlichgeliebten Mutter dem Staube wieder⸗ gegeben wurden, da erſtickte er auch den letzten Funken menſchlichen Gefuͤhls in ſeiner Bruſt und betaͤubte ſich gegen die Regungen ſeines Innern durch fleißigen Zuſpruch der Flaſche, worin Pierre ihn wacker unterſtuͤtzte, denn auch er glaubte, ſich
kurzes Vergeſſen im feurigen Gaſee der Reben trinken zu muͤſſen.


