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doch wollte ich ihn nicht fragen, wie es mit uns ſtehe. Iſt dein letztes Stuͤndlein gekommen, dachte ich, ſo erfaͤhrſt du es noch zeitig genug; ich ſtellte mich daher, als ob ich ſchliefe. Indeß kann ich verſichern, daß mir gar nicht bange war, denn uͤber das Sterben hatte ich meine eigene Philoſophie, die mich maͤchtig troͤſtete, und ſo philo⸗ ſophirte ich mich uͤber den Tod hinaus. Waͤhrend ich mich aber ſo ſtoiſch auf mein letztes Stuͤndlein bereitete, ſtuͤrzte mein Segelmacher mit den Wor⸗ ten herein:„Raus Doktor!„Raus mit Euch! wir ſind in Gefahr!“ und gleich darauf erſcholl auch die Pfeife nebſt der donnernden Stimme unſers Boots⸗ manns:„'Raus!'raus! Alles'raus! Satan ſoll blaſen und pfeifen!— wollt Ihr raus! Der Boͤſe ſoll in Euer ſuͤndhaftes Blut fahren, Ihr Himmel⸗ hunde!— Mond und Sterne moͤgen herunterſtuͤr⸗ zen und Euch den Hals brechen! Soll ich Euch helfen?!“— und damit holte er wie gewoͤhnlich die Matroſen mit einem dicken Ende Tau aus ihren Koyen und ſie aufs Verdeck.
Weg war ploͤtzlich meine ganze Philoſophie; wie der Blitz fuhr ich aus dem Bette, warf meine Stiefel aus einem Winkel in den andern und konnte


