Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1831)
Entstehung
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Hunderteinundfünfzigſter Brief.

Hermine von Bören an Richardis.

Breiſach, im April 18**.

Ich vollbringe die traurige Pflicht, die ich in An⸗ gela's Hände gelobte, Ihnen das letzte Lebewohl der zärtlichſten Freundſchaft zu ſagen. Angela iſt hinübergegangen, ſanft, ſchmerzlos, ohne Kampf ohne Leiden. Sie verſchied an der Bruſt ihres Freundes, ihres Lehrers, oder vielmehr, ſie ſchlum⸗ merte ein, um in einer ſchöneren Heimath zu er⸗ wachen. Beiliegendes Papier, an dem die Kran⸗ ke noch bisweilen ſchrieb, wird Ihnen vielleicht noch klarer ihren Zuſtand während der letzten Zeit ſchildern, als ich es jetzt in ſo tiefer Betrübniß vermag. Möge Ihnen dies letzte Andenken an die Hinübergegangene ſo theuer ſein, wie mir ihr

frommes Dulden, ihr Lieben, ihr ganzes ſchönes

Leben unvergeßlich bleiben wird.