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Hundertneunundvierzigſter Brief.
Thereſe Wallburg an ihre Mutter.
Breiſach, im März 18˙*“.
Es ruht eine düſtere Trauer über unſerm Hauſe, geliebte Mutter!— Comteſſe Angela, von der ich Ihnen ſchon früher erzählte, iſt zu ihrem Vater zurückgekehrt, und befindet ſich in einem Zuſtande, der alles für ihr Leben fürchten läßt. Sie war Nordens Schülerin, und durch das zarteſte geiſtige Band von jeher mit dieſem verbunden. Ich weiß, meine Mutter, daß ſie ihm einſt ſehr theuer war, daß ſie es blieb, ob er gleich meinte, ſie habe auf⸗ gehört, das zu ſein, was ſie war, daß ſie es ewig bleiben wird, auch über das Leben, über das Grab hinaus. Ihr geduldiges Leiden, die Ruhe, mit der ſie ihren, vielleicht nahen Tod erwartet, hat längſt jedes Vergehen gelöſcht, deſſen Norden ſie anklagte. Sie ſteht gereinigt vor ſeiner Seele,


