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Allem iſt, was die Liebliche in ihrer Unſchuld ver⸗ langt.— Diesmal galt der Auftrag, den Angela für mich hatte, der Rechtfertigung einer verkann⸗ ten, hart verläumdeten Frau:— Hermine von Bören gehört unter die Anzahl der Frauen, die ich ſorglicher beachtet, weil ſie von Angelen als Freundin geſchätzt wird.— Ich glaube ihren Cha⸗ rakter zu kennen, und nahm ich es gleich etwas ſtrenger mit demſelben, als die gütige, alles ent⸗ ſchuldigende und mild erklärende Angela, ſo bin ich doch überzeugt, daß Uebermuth allein, nicht ein Vergehen, deſſen man ſie fälſchlich anklagt, ihr das harte Schickſal zugezogen hat, unter deſſen Druck ſie jetzt leidet. Ich ließ mich zu Allem wil⸗ lig finden, was Angela verlangte, ich gelobte ihr unaufgefordert mein thätiges Mitwirken, und im Fall der Noth meinen Degen für die tückiſchen Verläumder. Sie legte ihre Hand auf die meine, indem ſie, ſichtlich erſchrocken, bat, des letzten Ver⸗ ſprechens ja nicht zu gedenken. Sie erzählte mir mit kindlicher Freude, wie ſie bereits den Grafen Malvi für dieſelbe Sache gewonnen, und wie nun mit Gewißheit ein gerechter Ausgang derſelben zu erwarten ſei.— Ich fühlte eine brennende Gluth in mein Geſicht ſteigen. Dieſer Malvi iſt mir in tiefſter Seele verhaßt, wegen der teufliſchen Liſt, die in ſeinen Zügen lauert. Was ſollte ihm das


