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ſogleich mit ſeltener Lebendigkeit ein Geſpräch an,
das er mit großer Anſtrengung fortzuſetzen bemüht war. Hätte mir nicht das leiſe Aufblitzen belei⸗ digten Gefühls, das bisweilen um ſeinen Mund ſichtbar wurde, gezeigt, daß ich ihm faſt unbewußt eine Wunde an der empfindlichſten Stelle geſchla⸗ gen hatte, ich hätte es an ſeinem Betragen kaum errathen können. Welchen kalten Stolz beſitzt der Mann! welche ſtreuge Herrſchaft über ſich ſelbſt! — Ich ſahe ihn noch den folgenden Tag, er kam ungebeten, ſprach viel mit mir, auch von Angelen, aber mit einer Ruhe, einer Gleichgültigkeit, die, wenn es Verſtellung war, den Meiſter beweiſt.— Den dritten Tag ſah ich ihn nicht, ein Gerücht kam mir zu Ohren, er ſei krank.— Das that mir leid, in Wahrheit, ich glaubte nicht, daß eine ſol⸗ che Geringfügigkeit, wie jener kleine Vorfall mit dem Gedicht, dieſen ſcheinbaren Heroen in Staub beugen könnte.— Er ſollte ſich nur beſcheiden zu⸗ rückziehen, und dem würdigern Nebenbuhler Platz machen.— Die Krankheit wird, hoffe ich, nicht von Bedeutung ſein! Auch fehlt es ihm an treuer Pflege nicht.— Er ſoll ein artiges Mädchen bei ſich haben, die ihm aufwartet. Vielleicht habe ich unbewußt zu dem Heile des Superintendenten bei⸗ getragen, und ſeine Augen durch eine leichte Ope⸗ ration für das Glück der Gegenwart, und für die


