Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1831)
Entstehung
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Hundertneunzehnter Brief.

Angela, Comteſſe Domelli, an Richardis.

Aus der Reſidenz, im Juni 18**.

Jch habe ſo eben ein Geſpräch mit dem Grafen Malvi gehabt. Er kam mir zum erſtenmal voll⸗ kommen erwünſcht. Er, das Orakel der feinen Welt, er, oder Keiner vermochte ein Gerücht wirk⸗ ſam zu widerlegen, das auf eine ſo unwürdige Weiſe verbreitet wurde. Ich war von der Wahrheit meiner Behauptung begeiſtert, ich ſprach mit Eifer und Ueberzeugung, und habe ihn, glau⸗ be ich, für die gute Sache gewonnen. Ich hatte eben in Nordens Briefen geleſen, ich hatte mich durch das treffliche Gedicht geſtärkt, was er mir an jenem unvergeßlichen Tage gab, um mich auf immer der Tugend zu verbünden. Hier ſtand es ja mit klaren Worten, daß wir durch den Bund 2*