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Ich hatte mich nach dieſem Abend auf einige Zeit der Geſellſchaft entzogen. Eine Unpäßlichkeit Herminens bot mir zuerſt Gelegenheit dazu dar, ich war viel bei ihr, und entging ſo manchem peinlichen Zwange. Nun iſt ſie geneſen, und ich bin auf's Neue verpflichtet, der Baronin Gehor⸗ ſam zu leiſten. Graf Malvi, der einige Tage ver⸗ reiſt war, beſucht uns wieder ſo fleißig wie vor. — Er hatte vor kurzem eine Unterredung mit der Münter, die auf franzöſiſch geführt wurde, und von der ich, da ſie vieles leiſe ſprachen, nicht al⸗ les verſtand.— Es betraf eine frühere Streitig⸗ keit, die ſich wie gewöhnlich zu des Grafen Vor⸗ theil entſchieden hatte.— Die Münter ſah ſicht⸗ lich verwundert— der Graf triumphirend aus.— Er ging einigemal mit ſtolzem Anſtande das Zim⸗ mer auf und nieder,— blähte ſich auf, und kam ſtets auf den Ausruf zurück:— Voyez, je Pai dit, Madame!— Die Münter iſt ſeitdem ſeltſam ſtreng gegen mich, ſie erlaubt mir nicht mehr, ohne ſie auszugehen,— auch ſelbſt zu Frau von Bören nicht,— was mich ſehr betrübt.—
Bei der letzten Aſſemblee am Hofe, wo ich die Hermine endlich wiederſah, und auf ſie zueilen wollte, winkte mich die Baronin mit einem gebie⸗ tenden Blick an ihren Spieltiſch,— bat mich, ihre Karten zu übernehmen,— und wußte mich ſtets


