Teil eines Werkes 
1. Bdchn (1831)
Entstehung
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mitgetheilt haben. Die Baron Benting iſt die Güte ſelbſt, und ſcheint dieſe meine auffallenden Gebrechen gar nicht zu bemerken. Ich bemühe mich aber auch, ihr nach Möglichkeit gefällig zu ſein, um der Freude willen, die ich mir von unſerm gemein⸗ ſamen Hierſein verſpreche. Unſere Fahrt war we⸗ gen der Kleinen beſchwerlich, doch entſchädigte ein bequemes Logis die gute Frau für das überſtande⸗ ne Ungemach. Noch ſcheint das Bad wenig be⸗ ſucht. Die vor unſeren Fenſtern vorüberwallenden Pilger ſind leicht zu überſehen, und drängen mir oft eine ſtille Fürbitte um ihr Weiteraufblühen ab. Viele Frauen und junge Mädchen, aber unter al⸗ len kaum ein Geſicht, das da ſagen möchte: Freuft euch des Lebens! Alle, die ich noch geſprochen, ſcheinen an der Univerſalkrankheit unſers Jahrhun⸗ derts, an jenem gefährlichen Schwindel zu leiden, an dem das viele Romanleſen Schuld iſt, das alle Köpfe verwirrt! Wohl mir, daß mich die Wirklichkeit in ihre Arme nahm, bevor jenes Ge⸗ ſpenſt, das unter dem Namen Ideal in manchen Herzen ſpukt, auch mein Gemüth erfaßte. Mei⸗ ne Kraft ſtählte ſich, indem ich früh gegen Unrecht und Vorurtheil ankämpfen mußte, mein Blick wurde klar, denn ich lernte die Menſchen auf der

Bühne der Welt, und nicht aus den Gemälden der

Dichter kennen. Ich weiß, was ich fordern darf,