Teil eines Werkes 
1. Bdchn (1831)
Entstehung
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unſere Lage erlaubte, vereint für einander zu ſor⸗ gen. Wohl kenne ich Deine Anhänglichkeit an mich, meine Thereſe! Aber vergiß nicht über Deiner Zärtlichkeit für mich die Sorge, die Du Dir ſelbſt für Deine weitere Ausbildung ſchuldig biſt! Nicht jener Geiſt und Körper ermüdende Fleiß, der Dich von früh bis Abend an den Nähiiſch gefeſſelt, um unſern Unterhalt zu ſichern, iſt hinreichend, Dich für das Leben tauglich zu machen. Im Gegentheil würde dieſes ewige Einerlei Deine Kräfte untergraben, und Deiner Geſundheit nach⸗ theilig ſein. Eine Pflanze wie Du, bedarf der Freiheit zum Gedeihen, und Du wirſt den Gärtner nicht tadeln, der ſie aus der engen Schranke hin⸗ aus trägt ins Freie, damit er, wenn er auch ſelte⸗ ner des lieblichen Anblicks genießt, ſich dafür eines reichern Erblühens ſeines Zöglings erfreuen kann.

Und was mein Leben anbetrifft: ſo wird es ja durch die Hoffnung, die mich im Hinblick anf Dich erfreut, ſtets freundlich erhellt. Gott hat mir viel Gnade erzeigt, daß er mich dieſer Hoff⸗ nung gewürdigt hat, und mir durch dieſe Huld manchen Erſatz gegeben für ſo manchen Kummer, den ich wiſſentlich oder unwiſſentlich verſchuldet hatte. 4

Noch einmal, meine Thereſe! Weihe Deine zärtlichſte Sorgfalt dem fremden Knaben,