Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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Im Zimmer des Herrn von Vaunoy, deſſen doppelte Thür ſorgfältig verſchloſſen war, befan⸗ den ſich drei Männer, welche eine Art von Rath hielten. Es war Herr von Vaunoy ſelbſt, Alain, ſein Haushofmeiſter und der Bediente Lapierre.

Alain war jetzt ein alter Mann. Sein rauhes Geſicht, auf welches eine tägliche Trun⸗ kenheit ihre häßlichen Spuren gezeichnet, hatte keinen anderen Ausdruck mehr, als den einer ſtumpfſinnigen, unbeugſamen Härte.

Lapierre konnte fünfundvierzig bis fünfzig Jahre alt ſein. Sein Geſicht hatte nicht den bretagniſchen Character, ſeine ſpitzigen Züge, ſein hinterliſtiger und faſt ſcheuer Blick näherte ſich mehr dem Typus von Anjoumois. Er ſtammte in der That aus dem ſüdlichen Theile von An⸗ jou, einer Gegend, welche ganz beſonders frucht⸗ bar an Vagabunden und Seiltänzern iſt. Bis in ſein fünfundzwanzigſtes Jahr hatte er da und dort das dreifache Gewerbe eines Wunderdoctors, eines Jongleurs und eines Seiltänzers betrieben. Dann kam er als Bedienter in das Haus des Grafen von Toulouſe, welcher noch nicht Gou⸗ verneur der Bretagne war. Lapierre hatte da⸗ mals einen Knaben bei ſich, deſſen er ſich bediente, um das Publicum zu ſeinen Schaugebungen anzulocken. Der Knabe war ſchön; der Graf von Toulouſe gewann ihn lieb und machte ihn zu ſeinem Pagen, nach einigen Jahren aber nahm

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