— 24—
von Vaunoy, den Aelteſten der Familie, ein, ſogleich zu ihm zu kommen. Dieſer nahm ſehr bereitwillig die Einladung an.
Er ritt auf einem ſchlechten Ackergaule durch den Wald. Als er an den Rain kam, welcher die Grenze der Beſitzung Tremls und der Wal⸗ dung von Bouexis bildete, zog er ehrerbietig den Hut und begrüßte alle dieſe Reichthümer, wäh⸗ rend ein triumphirendes Lächeln die Winkel ſeiner ſchmalen Lippen unter den Spitzen ſeines Schnur⸗ bartes emporzog.
Hervé von Vaunoy war damals etwa vier⸗ zig Jahre alt. Er war ein kleiner, unterſetzter Mann mit röthlichem Haar, deſſen Locken ein freundliches Geſicht mit einem Ausdruck von Wohlwollen umgaben. Seine grauen Augen verſchwanden faſt unter dem langen Haar ſeiner dichten Brauen; aber was man davon ſah, war ſehr einnehmend, und ſtimmte vortrefflich mit der friſchen Farbe ſeiner Wangen. In Summa, er ſchien der angenehmſte Menſch von der Welt zu ſein, und es war unmöglich ihn zu ſehen, ohne bei ſich ſelbſt zu ſagen: das iſt ein prächtiges Männchen! Wenn man ihn zum zweiten Male ſah, ſagte man ſich gar nichts; das dritte Mal dachte man, daß das Männchen wohl nicht ſo gut ſein mochte, als er ſcheinen wollte.
Während er ſeinen Weg fortſetzte, betrachtete
er ſich das Schloß Bonexis, das er ſehr nach
—=


