Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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Nikolas Treml hörte mit Beſorgniß dieſen Ein⸗ wurf ſeines Gewiſſens.

Wenn mein Unternehmen gelingt, dachte er,wird Georg ein ruhmvolles Erbtheil erhal⸗ ten; wenn es fehlſchlägt, wird mein Herr Vetter von Vaunoy ihm ſein väterliches Vermögen be⸗ wahren. Vaunoy iſt ein rechtſchaffener Edel⸗ mann.

Während er dieſe Worte zu ſich ſelbſt ſagte, vernahm er aus der Ferne eine helle Stimme, welche ein im Lande übliches Lied ſang, eine Art Klage, deſſen lange, eintönige Melodie die traurige Geſchichte von dem Tode Arthurs von Bretagne erzählte, der von ſeinem Oheim, Johann ohne Land auf eine ſchimpfliche Weiſe ermordet wurde.

Tremlays bebte zuſammen, und fühlte, daß ſein Herz von einem ängſtlichen Vorgefühl ergrif⸗ fen wurde.

Unmöglich! ſagte er vor ſich hin;Vaunoy iſt ein braver Verwandter.

Die Stimme kam näher und der Geſang ſchien einen höhniſchen Character anzunehmen.

Uebrigens, fuhr Tremlays fort,iſt Georg ein Kind der Bretagne und dieſer gehört ſein Glück und ſein Blut.

Die Stimme ſchwieg einige Sekunden und Wurde gerade über Tremlays Haupt wieder hör⸗

bar. Dieſer blickte raſch empor, und bemerkte