Teil eines Werkes 
7.-11. Bdchn (1846)
Entstehung
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worden und ſein Mund hatte verworrene Dinge als Antwort geſtammelt.... weil er ſoeben in Carmens Hand die rothe Brieftaſche erkannte, die er in ſeinem Schreibpult unter dreifachem Schloſſe wähnte.

1. Auch Durandin hatte die Brieftaſche erkannt.

Er rieb ſich voll Enthuſiasmus die Hände und ſtürzte dem herzoglichen Rathgeber entgegen.

Gut, gut, gut! rief er dreimal nach einander; Kollege, ſetzen Sie Ihre Brille wieder auf, da gibt's Was zu lachen!....

Die Thüre des anſtoßenden Zimmers, durch welche die Baronin eingetreten, blieb offen. 3

Man ſah jetzt auf der Schwelle Romeo, der das Vorgegangene zu errathen ſuchte und die Scene mit dem Intereſſe eines Liebenden beobachtete; man ſah Nazaire's gutes und ehrliches Geſicht und das ſchalkhaft glühende Auge Mignonne's, welche ſich zwiſchen Romeo und ihren Verlobten zu ſchieben bemühte.

Mögen Sie nun Frauen⸗ oder Männerkleider tra⸗ gen, ſagte der Herzog zu Carmen,Ihre Gegenwart, mein Herr, kann hier Nichts mehr ändern.... Ich will fort.

Ich will aber, daß Sie bleiben, ſagte Carmen.

Der Herzog blieb einen Augenblick unſchlüſſig, dann kehrte er mit augenſcheinlichem Widerwillen nochmals an ſeinen Platz zurück.

Durandin befand ſich ſchon an dem ſeinigen.

Die beiden jungen Mädchen und Herr Williams ſchauten, ohne Etwas davon zu verſtehen, dieſer neuen Wendung der Dinge zu.

Gaſton zauderte. Die Stimme der Baronin hatte ihn bis in die tiefſte Seele erregt. Seine Augen ſuch⸗ ten den dichten Schleier zu durchdringen, der Harmens Geſicht noch verdeckte.

Dieſe trat bis an den Tiſch vor und hob den Schleier.

Gaſton ſtieß einen Freudenſchrei aus.

Weſtern riß die Augen weit auf und ſeine Hände zitterten.