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„Elender Schurke!“ hob er wieder an,„wenn Du nicht einen Ausweg findeſt, die verdammte Brieftaſche zurückzugeben, ſo ſchwöre ich Dir bei meiner Ehre, daß ich Dich ohne Gnade und Barmherzigkeit tödten werde!“
Deniſart hatte den Kopf geſenkt, ohne ihn wieder zu erheben. 3
„Verſtehſt Du mich?“ rief Du Chesnel, indem er ihn wüthend rüttelte.
Der Pedant ächzte kläglich.
„Denk' daran!“ begann Du Chesnel wieder,„und wiur es auf der Bank des Aſſiſſenhofes, ſo tödte ich
ich!... Er ging fort und ſchlug die Thüre heftig hinter
u.
Joſepin ſtand auf und nahm nun ſeinen Platz ein.
„Meiſter Deniſart,“ ſagte er mit ſeiner langſamen und näſelnden Stimme,„ich möchte nicht in Eurer Haut ſtecken.... Wenn dieſe Brieftaſche nicht herbeigeſchafft wird, ſo verſpreche ich Euch ein Kügelchen, wie einem wüthenden Hunde.... Vergeßt das nicht, Meiſter Deniſart!“
Joſepin ſetzte die goldene Brille zurecht und ent⸗ fernte ſich in ſeinem gewöhnlichen Doktorſchritt.
„Jetzt iſt's an uns!“ rief Roby.„Ha! Du Schurke, Du willſt, daß ein zu Ruhm beſtimmtes Daſein in ehr⸗ loſer Gefangenſchaft endige!... Du willſt einen Mann in den Kerker werfen, der ein großer Künſtler war... der ein großer Poet geweſen wäre... und der unſere Nationalinduſtrie mit Maſchinen begabt hätte, deren Wichtigkeit nicht zu berechnen iſt!... Böſewicht, fürchte meine Rache!“
Er machte eine tragiſche Geberde und ging mit⸗ jenem ruckweiſen Schritt, welcher bei den Schauſpielern des Melodramas eine beſonders große Aufregung bedeutet, der Thüre zu. 1 Deniſart, welcher allein zurückgeblieben, ſchaute
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