Teil eines Werkes 
7.-11. Bdchn (1846)
Entstehung
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eines Marquis! Das iſt höchſt liebenswürdig. Man

würde an Wenigerem hangen!“

Der Marquis ſchüttelte den Kopf.

„Es iſt weder um des Geldes, noch um des Adels willen...“ murmelte er mit einer Stimme, worin bei⸗ nahe ſchüchterne Verlegenheit lag.

„So! ſo!“ machte der Sachwalter.

„Es iſt um....“ begann der Marquis ungeſtüm.

Er hielt inne und fuhr mit leiſer Stimme fort:

„Doch wozu Ihnen von dergleichen Dingen ſprechen? Die Hauptſache für Sie, wie für die Andern iſt, daß mein Entſchluß unwiederruflich iſt!“

„ſehr ſtark, ſehr ſtark!.... Wie! Sie wollten ſo mir Nichts dir Nichts zum königlichen Prokurator gehen und ihm Ihre meà culpà erzählen.... arme Teufel angeben, die eigentlich ziemlich brave Burſche ſind. Ich möchte zum Beiſpiel nur einmal wiſſen, welchen Vortheil Sie davon hätten?“

„Ach! erwiederte der Marquis lebhaft,„Sie wiſſen nicht Alles! Wir werden auf dem Armenſünderbänkchen nicht allein ſein! Der Herzog wird ſich auch zu uns

ſetzen. Und die gegen ihn angehäuften Beweiſe werden

fürchterlich ſein!“

„Somit,“ murmelte der Sachwalter,„wird man noch Allerlei aus uns machen und wir werden die ſchmeichelhafte Genugthuung haben, in vortrefflicher Geſellſchaft in die andere Welt oder in's Bagno zu wandern! Herr Marquis, ich hielt Sie nicht für ein ſolches Kind!“ 4

Die Stimme des Marquis wurde ſtolz und ſtrenge.

„Können denn Sie nicht beurtheilen?....“ ſprach er langſam.„Sie haben ſich ganz recht ausgedrückt: man wird noch Allerlei aus uns machen! Wer weiß, ob ich nicht arbeite, damit nach uns ein Anderer ſeinen Platz beim Bankett bereit finde?“

Der Sachwalter ſann einen Augenblick nach.

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