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ſenkend;„Hören Sie, Herr Biot, wir wollen mit ein⸗ ander ſuchen.... Wir müſſen Etwas erfinden, das wir ihr ſagen wollen, um die Angſt dieſer Nacht zu vermin⸗ dern. Morgen werden wir ohne Zweifel Nachrichten haben; aber bis dahin, armes Kind! bis dahin kann ſie noch viel leiden....“
„Das iſt wahr,“ verſetzte Biot;„unſere Nächte ſind lang!... Man muß Etwas ſuchen... Ach! könnte ich alle ihre Leiden auf mich nehmen!“
Romeo hatte durch Zufall einen jener Briefe, die er zu ſich geſteckt, in die Hand genommen. Ohne es zu wiſſen, wie das in Augenblicken der Beſtürzung zu ge⸗ ſchehen pflegt, drehte er ihn unter den Fingern.
Nachdem der Umſchlag tauſend und kauſend Mal in allen Richtungen gekrümmt, gedreht und gerieben worden war, zerriß er endlich. Mechaniſch richtete er ſeine Augen auf das zerknitterte Papier, das er enthielt.
Bei den erſten Worten that er einen Freudenſprung.
„Biot, mein wackerer Freund!“ rief er;„da iſt was, um für heute die Thränen des Fräuleins Sancta zu trocknen!..“
Er las mit freudiger Haſt den Brief, deſſen Schrift
ihm eine unbekannte war und der einzig folgende Worte enthielt:
„Herr Romeo wird mit Vergnügen erfahren, daß die Wunde ſeines Freundes, des Herrn Gaſton von Noye, von keinerlei Gefahr iſt, und daß er ſich an einem Orte befindet, wo er ſorgfältiger Pflege nicht ermangelt.“
Keine Unterſchrift.
Aber darunter zwei Linien von einer andern, unre⸗ gelmäßigen und zitternden Schrift:
„Das Obige iſt Wahrheit. Sagen Sie Sancta, daß ich ſie liebe.
. Gaſton.“
„Steht das auch da?“ rief Biot, in unverhofften Jubel ausbrechend.„Steht das auch da!. Gaſton!...“
Romeo reichte ihm das Billet.


