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müſſen Gaſton von Maillepré nicht mehr fragen, was er mit ſeinen Familienpapieren anfangen will.“"
Das Antlitz des Herrn von Compans wurde bläſſer und immer bläſſer, bis es leichenfarb war.
Dann ſchoß ihm das Blut ins Geſicht; ſeine an⸗ geſchwollenen, blau unterlaufenen Augenlider zuckten.
Sein Blick und der des falſchen Marquis tra⸗ fen ſich..
Der Herzog ſenkte zuerſt den Kopf.
Carmen hob wieder an:
„Ich bin der Marquis von Malllepré: ich habe ein Recht auf die fünfmalhunderttauſend Franken Ein⸗ künfte, in deren Genuß Sie ſind, mein Vetter; es iſt mein Erbgut....“
Der Herzog regte ſich nicht und antwortete nicht.
Er ſuchte in ſeinem verſtörten Gehirne nach Waffen, um dieſen Kampf aufzunehmen, der auf ſo drohende Weiſe begonnen wurde.
In dieſem erſten Augenblick verſuchte er nicht ein⸗ mal, eine den Umſtänden angemeſſene Haltung und Miene anzunehmen, und zwiſchen Carmen und ihm be⸗ ſtand ein ſeltſamer Contraſt.
Der ſtarke Mann wankte. Seine Muskelkraft, ſeine athletiſche Geſtalt, die Erfahrung eines ganzen Lebens voller Liſt und ehrgeiziger Kämpfe, Alles half ihm Nichts. Er fühlte, ohne es zu wiſſen, ſeinen Ge⸗ bieter und beugte ſich.
Der Jüngling dagegen wurde durch ſeine ſtolze Ruhe immer größer. Er beherrſchte, weil er furchtlos war. Die elegante Anmuth ſeines Wuchſes, ſeine har⸗ moniſchen Formen, ſeine jugendliche und unvergleichliche Schönheit, Alles das verband ſich mit ſo viel uner⸗ ſchrockener Kraft, daß das geblendete Auge zwiſchen Bewunderung und Furcht ſchwankte.
Sein Blick unterjochte und entzückte, ſeine Stimme klang drohend, aber immer noch ſanft....
Nach langem Schweigen hob der Herzog mit einer


