232 Maillepré einen Brief aus dem Havre erhalten hätten, der ihnen noch für denſelben Abend die Ankunft eines gewiſſen James Weſtern aus Boſton anzeigte, welcher der Familie Alles 4 was ihr vonnöthen wäre, bringen würde. Ddieſes Billet verſetzte den Herzog in entſetzliche Angſt. Dieſer Ankömmling war ſein Verderben. Und mman trennt ſich denn doch nicht ſo ohne Kampf von eeinem ungeheuern Vermögen, das man ſeit ſeiner Kind⸗ heit genoſſen hat! Dieſer James Weſtern mußte zu Grunde gerichtet der gewonnen werden. 3. Und vor Allem mußte man ihn finden. Das war der Grund zu jener ſonderbaren Jagd, he der Herzog an jenem Abend, an welchem wir ihn erſten Mal antrafen, im Palais⸗Royal anſtellte. Er hatte die Ankunft des Havreſer Wagens verfehlt und ſuchte nun auf gut Glück, indem er tauſend Urſachen für eine zum Mißlingen hatte.... 4 Sein Zweck war, Weſtern zu folgen, ihn zu über⸗ liſten, ihm das anvertraute Depoſitum gutwillig oder mit Gewalt zu entreißen. Lieber gutwillig, als mit Gewalt, weil Thätlich⸗ keeiten bei unſern Sitten mit zu viel Gefahr verbunden find. 4 Carmen kam, ſeine Abſichten zu durchkreuzen. Er ließ Carmen machen. Im ſchlimmſten Falle war es wenigſtens ein Mittel, Weſtern aufzuhalten und den folgenden Tag bliebe Zeit zum Handeln. Wie man ſich denken kann, brachte der Herzog eine
unruhige Nacht zu. Am folgenden Morgen fuhr ein eleganter Tilbury in den Hof ſeines Hotels. Ein junger Mann, beinahe 1 ein Kind, ſprang die Stufen der Vortreppe hinauf und ſagte zum Kammerdiener des Herzogs, der ihm, die frühe Morgenſtunde vorſchützend, den Eintritt verweigerte: „Meldet mich an, ſage ich.... unter Verwandten keewpfängt man ſich zu jeder Stunde.... meldet den Herrn Marquis Gaſton von Maillepré!...
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