Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchn (1846)
Entstehung
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In induſtrieller Hinſicht iſt ſie bis zum Meuchel⸗ morde auseinandergeſetzt; in philantropiſcher überſteigt ſie die Gränzen der kühnſten Komödie; literariſch häuft ſie Koth auf Schande, und ſo viel Koth auf ſo viel Schande, daß ſie ſich ein ihrer würdiges Fußgeſtell er⸗ baut hat, auf welchem die erſchrockene Menge ſie thro⸗ nen und ſchmahlich in ihrem monſtruöſen Triumph zer⸗ fallen ſieht..

Um nun zur Verwirklichung ſeiner Idee zu gelan⸗ gen, war Deniſart ſo tief heruntergeſtiegen. Er kannte die Literatur und wußte eine Menge hiſtoriſcher Bei⸗ ſpiele von großen Männern, die ſich dienſtbar mache, um den günſtigen Augenblick zu erwarten.

Brutus küͤßte den Boden. Deniſart hätte bei Ge⸗ legenheit gewiß noch mehr gethan.

Wohlverſtanden wollen wir aber Deniſart weit über Brutus ſtellen, welcher ſich endlich darauf beſchränkte, einen Tyrannen zu tödten, und keinen Gedanken hatte, ein ganzes Volk zu vergiften....

Herr Deniſart, ſagte der Herzog,Sie kennen die Geſchäfte hinlänglich.. Sie wiſſen, daß ich nach Recht und Geſetz die Güter des Hauſes von Mail⸗ leyré⸗Maillepré beſitze, deſſen einziger Erbe ich bin.... Sie wiſſen, daß der Herr Marquis von Malllepré, mit einer Thatſache bekannt, die, in meiner Stellung mich einigermaßen in ſeine Gewalt gibt, dieſes mißbraucht und mich gezwungen hat, ihn ausdrücklich als meinen Vetter anzuerkennen.

Ach, Herr Herzog! unterbrach ihn Deniſart, nich kenne ihr Geheimniß nicht.... Aber ich bin über⸗ zeugt, daß es das eines edeln Herzens und eines vor⸗

Sehr wohl, Herr Deniſart... Sie haben Recht.... Aber der Zeitpunkt der Verjährung rückt heran.... In vierzehn Tagen wird der Herr Mar⸗ quis, deſſen Beweisſtücke bis jetzt nicht von ſolcher Na⸗ tur find, daß ſie auf rechtmäßige Weiſe die vorgeſchrie⸗