mer.... Du haſt fünfzigtauſend Thaler in guten Staats⸗ papieren, ich kaufe ſie Dir ab.“
„Mit was?“
„Laß das! ich kaufe ſie Dir ab... mittelſt einem Billet von tauſend Franken und einem Gegenbriefe....“
„Zwei Billets von tauſend Franken,“ ſagte der Sachwalter..
Du Chesnel zuckte die Achſeln.
„Es ſei,“ antwortete er,„aber, die Hauptſache ſind die Stimmen.“
„Wenn Du ſo viel Banknoten haſt,“ murmelte Durandin;„ſo nehme ich es über mich, Dir deren nicht übel zu kaufen....
„Pfui doch!“ ſprach Du Chesnel gedehnt,„bringen wir nicht durch Beſtechung Verdorbenheit in die Wahl⸗ behörden. Ueberdieß kann ich wohl tauſend Franken bei Lea und tauſend bei der Herzogin entlehnen, weil ich ſie ihnen nicht zurückgeben werde, aber mehr,
das wäre gefährlich... Suchen wir anderswo.... Du
kennſt ganz Paris.... Gäbe es nicht etwa unter Deinen Kunden irgend einen braven einflußreichen Mann .... Du verſtehſt mich wohl?“
Durandin kratzte ſich hinterm Ohr.
„Etwa Herr Polype,“ antwortete er nach einigem Schweigen.
Du Chesnel klatſchte herzlich vergnügt in die Hände.
Bis jetzt hatte er, als ein Mann, der gewöhnt iſt, Luftſchlöſſer zu bauen, ein wenig in den Tag hineinge⸗ ſchwatzt, aber der Name Polype ließ in ſeinen Augen einen lebhaften Hoffnungsſtral erglänzen.
„Polype?“ rief er,„der Briareus des Wechſelhan⸗ dels!.... der Mann, der mit hundert Händen ausleiht und in tauſend Taſchen einzieht!.... der Alchemiſt, der in einigen Wochen aus einem dicken Sou voller Grün⸗ ſpan einen glänzenden Louisdor zu machen verſteht!... Polype! der zu Fleiſch gewordene Mont⸗de⸗Piété! der
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