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Wie viele romanhafte, abenteuerliche Prologe hat das alltägliche Leben aufzuweiſen und wie wenig Ent⸗ wickelungen! Ein Jeder von uns bethätigt ſtündlich die Wahrheit des ewigen Sprichworts: der Menſch denkt, und Gott lenkt.
Eingangs dieſer Erzählung ſahen wir fünf junge Leute in der Abſicht vereinigt, ein Bündniß zu beſiegeln, welches die Gunſt des Schickſals ihnen erzwingen ſollte. Es galt die Ausbeutung der Liebe, die in unſrem geld⸗
ſüchtigen Jahrhundert, gleich den materiellſten Gegen⸗
ſtänden, nur nach ihrem Diskontwerthe gemeſſen wird. Der Don Juan unſerer Tage iſt längſt nicht mehr das fluchende und läſternde Ungethüm, wie ehemals, deſſen geniale Narrenſtreiche der Schrecken und die Bewunde⸗ rung einer ganzen Welt waren. Nein, er liebt nur noch, um zu ſteigen; jeder ſeiner Liebesſeufzer wiegt ebenſo viel Banknoten oder gute Groſchen auf, je nachdem ſeine ſoziale Stellung iſt, vornehmer oder geringer. Er ver⸗ führt methodiſch, mit Kunſt, gleichwie andere den großen Herrn zu ſpielen oder den Dietrich zu handhaben wiſſen. Der Don Juan der Gegenwart iſt ein Spitzbube, ein Schurke, ein Lump, der, um ſeine Seckel zu füllen, ſich nicht ſcheut, Herzen zu brechen, der vor einem ſechzigjäh⸗ rigen Idol, wenn es vergoldet iſt, auf die Kniee fällt und es anbetet, der gegen eine broncene Medaille als Belohnung ſeines Antheils an den Produkten⸗ und Ge⸗


